ISCED 2011

Die Internationale Standardklassifikation für das Bildungswesen (ISCED) ist ein Instrument zur Erstellung international vergleichbarer Bildungsstatistiken. Für die Klassifizierung der Daten nach Bildungsniveaus / Bildungsabschluss bis einschließlich 2013 wurde ISCED 1997 verwendet und für die Daten ab 2014 ISCED 2011. ISCED 2011 umfasst folgende neun Ebenen: Level 0 (Vorschulische Erziehung), Level 1 (Grundbildung), Level 2 (Sekundarbildung I/Unterstufe, Mittelstufe), Level 3 (Sekundarbildung II/Oberstufe), Level 4 (Postsekundäre Bildung), Level 5 (Tertiäre Bildung, kurze tertiäre Bildungsprogramme), Level 6 (Tertiäre Bildung, Bachelor oder Äquivalent), Level 7 (Tertiäre Bildung, Master oder Äquivalent) und Level 8 (Tertiäre Bildung, Forschungsqualifikation).

Jugendquotient

Bevölkerung im Alter von unter 20 Jahren im Verhältnis zur Bevölkerung von 20 bis unter 65 Jahren.

Kaufkraftparitäten

Kaufkraftparitäten (KKP), auch „Purchasing power parities“ (PPPs) genannt – in USD ausgewiesen – berücksichtigen die Unterschiede zwischen den internationalen Preisniveaus. Diese Einheit ermöglicht aussagekräftige Volumenvergleiche der Gesundheitsausgaben verschiedener Länder. Aggregate in KKP werden berechnet, indem man das Aggregat in laufenden Preisen und nationaler Währung durch die zu einem bestimmten Zeitpunkt gültige Kaufkraftparität – bezogen auf USD – teilt. Angaben in „PPP-Dollar“ (auch „internationaler Dollar“ genannt) entsprechen also einer vergleichbaren Menge an Waren und Dienstleistungen, die auch mit USD in den Vereinigten Staaten erworben werden könnten.

Kinderzuschlag

Kinderzuschlag können Familien in Anspruch nehmen, wenn das Elterneinkommen zwar für den eigenen Lebensunterhalt, nicht aber für den ihres Kindes oder ihrer Kinder ausreicht.

KJ1-Statistik

Die KJ 1-Statistik ist eine amtliche Statistik des Bundesministeriums für Gesundheit. Sie umfasst die Rechnungsergebnisse der gesetzlichen Krankenkassen eines Jahres. Sie enthält Daten zu den Einnahmen, Ausgaben und Vermögen der gesetzlichen Krankenkassen sowie Beitragspflichtige Einnahmen der gesetzlichen Krankenkassen im Geschäftsjahr.

Konfidenzintervall

Ein Konfidenzintervall ist ein aus einer Stichprobe mithilfe der Schätztheorie bestimmter Intervallbereich. In diesem Bereich liegt ein bestimmter Kennwert mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit. Als Standard wird das 95 %- Konfidenzintervall verwendet.

Konsolidierte Integrationskursgeschäftsstatistik

Wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) erhoben. Am 1. Juli 2009 löste die neue Sprachprüfung „Deutsch-Test für Zuwanderer (A2-B1)“ die bisherigen Sprachprüfungen „Zertifikat Deutsch“ (B1) und „Start Deutsch 2“ (A2) als abschließende Sprachprüfung in Integrationskursen ab. Die Kompetenzstufen A2 bis B1 orientieren sind am Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER). Integrationskurse sind nicht für alle neu Zugewanderten verbindlich, dadurch kann der Vergleich zwischen den Bundesländern beeinflusst werden, da die Zahl der Teilnehmer an Integrationskursen nicht in Relation zu den Zugewanderten gesetzt werden kann.

Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg

Daten zum Sprachförderbedarf werden von den Gesundheitsämtern erhoben. Erfasst wird die Notwendigkeit von Sprachförderung bei Vorschulkindern auf Basis der Kindervorsorgeuntersuchung U8. Da die Teilnahme an den Vorsorgeuntersuchungen (U1-U9) im Vorschulalter in Baden-Württemberg verpflichtend ist, kann man von einer weitgehenden Erfassung der Vorschulkinder im Rahmen dieser Untersuchung ausgehen.

Landesheimbauverordnung

Die Landesheimbauverordnung (LHeimBauVO) ist am 01.09.2009 in Kraft getreten. Sie regelt neben anderen baulichen Anforderungen (Zimmergröße, Gemeinschaftsflächen, usw.), dass in stationären Einrichtungen (Pflegeheimen) für alle Bewohner_innen ein Einzelzimmer zur Verfügung stehen muss. Dies gilt vollumfassend für Neubauten und für eine umfassende Sanierung von Bestandsbauten ab dem 01.09.2009. Für Bestandsbauten gab es eine 10-jährige Übergangsfrist bis zum 31.08.2019. Ab dem 01.09.2019 müssen in allen Einrichtungen die Doppelzimmer in Einzelzimmer umgewandelt worden sein, sofern nicht ausnahmsweise Befreiungen erteilt wurden. In besonderen Fällen kann die Übergangsfrist auf bis zu 25 Jahre ab Betriebsbeginn verlängert werden.

Quelle: http://www.landesrecht-bw.de/jportal/portal/t/4p9/page/bsbawueprod.psml/action/portlets.jw.MainAction?p1=1&eventSubmit_doNavigate=searchInSubtreeTOC&showdoccase=1&doc.hl=0&doc.id=jlr-HeimBauVBW2011pELS&doc.part=S&toc.poskey=#focuspoint

Landesmedian

Grundlage der Berechnungen des Landesmedians sind die jeweiligen regionalen Armutsrisikoschwellen. Diese werden anhand des mittleren Äquivalenzeinkommens (60 % vom Median nach der neuen OECD-Skala) des jeweiligen Bundeslandes errechnet. Dadurch wird den Unterschieden im Einkommensniveau zwischen den Bundesländern Rechnung getragen.
Im Unterschied dazu:
Grundlage der Berechnungen des Bundesmedians ist die Armutsrisikoschwelle des Bundes. Diese wird anhand des mittleren Äquivalenzeinkommens (60 % vom Median nach der neuen OECD-Skala) im gesamten Bundesgebiet errechnet. Den Armutsrisikoquoten für Bund und Länder liegt somit eine einheitliche Armutsrisikoschwelle zugrunde. Allerdings werden bei dieser Betrachtung Unterschiede im Einkommensniveau zwischen den Bundesländern nicht beachtet.